Verfasst von am 01. Juli 2016

WaldWildnis erleben mit den Waldpädagogen der NLF

Die Niedersächsischen Landesforsten bieten Outdoorerlebnisse und Umweltbildung für SchülerInnen ab der dritten Klasse an – vermittelt von zertifizierten Waldpädagogen.

Was sonst nur SchülerInnen mit den NLF erleben dürfen, haben wir uns nun auch einmal angeschaut. Wir sind schließlich sehr bestrebt, das, was wir an die Zielgruppe bringen möchten, auch selbst zu entdecken und zu verinnerlichen.

Und weil uns dieser kleine Ausflug so begeistert hat, möchten wir einmal erzählen, was wir so erlebt haben.

Mit einer kleinen Gruppe ging es tief in den Wald in Buchwedel bei Stelle. Die Waldpädagogen Birte Riechers und Martin Tripp sind als Försterin und Jäger beide vom Fach. Sie haben uns schon erwartet und einen leckeren Kaffee vom Lagerfeuer serviert.

XY gibt Einblicke in das Leben der Waldbewohner

Martin Tripp gibt Einblicke in das Leben der Waldbewohner

Nach dieser ersten Stärkung schritten wir direkt zur Tat und stellten uns einer Teamaufgabe. Ein imaginäres Moor zwischen einigen Bäumen sollte erobert werden. Besser gesagt erhangelt. An einem Baum wurde ein Seil befestigt. Dessen andere Seite wurde vom Team festgehalten, sodass es über das „Moor“ hing. Nun ging es darum, einige Gegenstände aus dem „Moor“ zu retten.
Und wie macht man das, wenn man dafür nur ein Seil hat? Richtig, man spannt es ordentlich an mit der eigenen Muskelkraft und dann darf sich einer dranhängen und dran entlanghangeln um geschwind Taschenmesser, Rehfell und Co aus dem Moor zu angeln.

War das Taschenmesser erst einmal gerettet, ging es auch direkt an die Tat. Wir durften unsere Schnitzkenntnisse zum besten geben und aus frischen Buchenästen Griffe für unsere gusseisernen Pfannen schnitzen.

Schnitzen

Birte und Alexander höchst konzentriert beim Schnitzen

Wozu die Pfanne? Für die superleckeren Rehburger, quasi frisch erlegt, die wir dann darin gebraten, mit frischen Buchenblättern verfeinert und verspeist haben. Aber kein Rehburger ohne ein amtliches Feuer zum Burgerbraten. Das mussten wir auch selbst entfachen. Nach ein paar Anläufen hat das mit dem dafür vorgesehenem Feuerstahl auch ganz gut geklappt. Natürlich nur unter Aufsicht. Ein Feuer im Wald kann ansonsten ein riesiges Unheil anrichten.

Alexander hat Feuer gemacht.

Mmmmh, lecker, Rehburger!

Fleischlos haben wir uns ebenfalls ernährt. Man mag es kaum glauben, aber frische Tannenknospen schmecken ganz hervorragend – nämlich nach Zitrone.

So gestärkt haben wir uns dann auf die Jagd begeben. Gejagt wurden Rehe, Füchse, aber auch Spinnen und Maden. All diese Tiere hinterlassen nämlich Spuren und wir haben gelernt sie zu lesen. Unsere Jagd blieb aber erfolglos – was gefangen haben wir nicht.

Insgesamt waren wir an dem Tag 5 Stunden im Wald. Die Zeit ist verflogen aufgrund des neuartigen Inputs, den man dort außerhalb jeglicher digitalen und schnelllebigen Welt erhält.

Kommt man hier mit der Klasse her, erwartet einem unter anderem ein geräumiges Tipi, welches ganz wunderbar als mobiles Klassenzimmer fungiert. Auch als Gruppenunterkunft eignet es sich hervorragend. 15 Kinder oder 10 Erwachsene finden darin Platz.

Das WaldWildnisErlebnis bei den Niedersächsischen Landesforsten ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung und spannender Unterricht in der Natur – für Schulklassen, Kindergruppen und auch die Weiterbildung von Pädagogen.

Wer nun ebenfalls Lust auf dieses Naturerlebnis bekommen hat, informiert sich im aktuellen Flyer oder auf der Facebook-Seite der NLF.