Verfasst von am 25. August 2016

Aus unserer Sicht: die Content Marketing Beats 2016

Content Marketing Beats 2016Mitte Juli fand im Hamburger „Altes Mädchen“ zum ersten Mal die Veranstaltung Content Marketing Beats statt. Die Event Tour mit Stopps in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München wurde vom digitalen Publishing- und Vermarktungshaus BurdaForward zusammen mit CMCX, der Content-Marketing Conference & Exposition, auf die Beine gestellt.

In lockerer Atmosphäre haben Influencer, Advertiser, Blogger und Agenturen ihre relevanten Inhalte rund um das Thema Content Marketing geteilt – Alexander und ich waren dabei.
Sechs Unternehmen gaben Einblicke in Ihre erfolgreichsten Projekte und Experten von Agentur- und Consulting-Seite zeigten uns, wie Sie mit der richtigen Distributionsstrategie auch die richtige Zielgruppe treffen.

Ein echtes Tool zur Erstellung von relevantem Content

Nach einem netten Kaffee- und Kuchenempfang, machte Mirko Lange, Gründer und Geschäftsführer bei Scompler, den Anfang.
Mit einem von ihm entwickelten Tool gibt er dem Begriff Content Marketing ein strukturelles Gerüst, welches den Prozess der Themenfindung erleichtert. Er unterscheidet hierbei zwischen instrumentellem und strategischem Content Marketing. Das instrumentelle Content Marketing definiert er mit dem Erstellen und Verbreiten von einzelnen informierenden, beratenden oder unterhaltenden Inhalten, wobei das strategische Content Marketing den Ansatz zu langfristiger Befriedigung der Bedürfnisse und Interessen der Kunden verfolgt.
Anhand der beiden Ansätze erklärte Herr Lange dann in einem humorvollen Vortrag Sinn und Zweck von Content Marketing.

Mirko Lange, Gründer und Geschäftsführer bei Scompler

Mirko Lange, Gründer und Geschäftsführer bei Scompler

Content Marketing als Initiator für ein neues AdModell

Martin Lütgenau, Geschäftsführer Advertising bei BurdaForward, durchleuchtete das Thema dann von einer ganz anderen Sicht, und zwar aus der eines Medienhauses. Wie reagiert man mit Content Marketing auf die aktuellen Trends im Markt? Wie wird der dramatische Shift zu Mobile und die Nutzung von AdBlockern gehandhabt? Der Schlüssel zum Erfolg ist die Relevanz des Contents. So startete BurdaForward kürzlich mit einem neuen AdModell, setzt ab sofort mehr auf branded Content und schafft somit Relevanz in der Zielgruppe.

Martin Lütgenau, Geschäftsführer Advertising bei BurdaForward

Martin Lütgenau, Geschäftsführer Advertising bei BurdaForward

Zielgruppenansprache im Nischenmarkt mit relevantem Content

Im Anschluss kam Dörte Lehne, Senior Managerin Content Marketing Blogs & Social Media bei OTTO, auf die Bühne und zeigt auf, dass auch Randzielgruppen interessant sind. Je spitzer die Zielgruppe, desto genauer kann man mit wirklich relevantem Content etwas erreichen. So ist eines ihrer größten Projekte der Blog Soulfully, welcher Frauen anspricht, die nicht in die typische Katalog-Norm passen. Inzwischen hat das Onlinegeschäft bei Otto einen Anteil von 90% auf den Gesamtumsatz und so kommt es auch, dass mobile in 2015 um 100% gewachsen ist.
Um im Online-Markt zu bestehen, macht OTTO mehr als Produkte verkaufen. Mit Content Marketing wird die Marke für die Zielgruppe relevant und wird so zum persönlichsten Online-Händler in Deutschland. So gibt es zu den Wohnzimmermöbeln auf der OTTO-Website einen tollen Artikel von Guido Maria Kretschmer zu aktuellen Wohn-Trends im Berliner Loft Style. Außerdem setzt OTTO auf Themenblogs als alternative Sortimentszugänge mit Inspiration, welche den Nutzer in einer für ihn relevanten Welt mit hoch qualitativem Content abholen.

Dörte Lehne, Senior Managerin Content Marketing Blogs & Social Media bei OTTO

Dörte Lehne, Senior Managerin Content Marketing Blogs & Social Media bei OTTO

Auch XING nutzt Content Marketing um Banner relevant zu machen!

Außerdem sehr interessant war der Beitrag von Leila Summa, Vice President Marketing Solutions bei XING. Sie zeigte auf, wie vielseitige die Platform genutzt werden kann und auch immer mehr genutzt wird. Ein Fokus ist hierbei die Verbreitung von Content, welcher für die Zielgruppe relevant ist.
XING hat Tools und Möglichkeiten entwickelt um bestimmten Content nur für die passgenaue Zielgruppe sichtbar zu machen. So bekommt zum Beispiel ein frisch beförderter Angestellter, Mitte 30, in führender Position, Inhalte zu neuen Autos angezeigt, während eine Frau, die gerade in Mutterschutz ist, Informationen zum Wiedereinstieg in den Job bekommt.

Ein Zigarren Onlineshop als Best Practice Case

Maik Metzen berichtete als Geschäftsführer von PerformicsAKM3 über den eigens entwickelten Online-Shop Noblego. Der Shop ist spezialisiert auf den Versand von Zigarren und durch aufwändige Content Recherche und Kommunikation dieser, zu einem der erfolgreichsten in der Branche geworden. Neben dem Verkauf von Zigarren bietet der Shop nämlich auch viele informative, lehrreiche und beratende Inhalte über Zigarren, womit sie sich auf dem kleinen Markt der Zigarrenkonsumenten gut durchsetzen und etablieren konnten.

Wenn eine Versicherung plötzlich nicht mehr übers direkte Verkaufen spricht…

Christian Breid, Geschäftsführer bei C3, stellte die Unternehmensstruktur seiner Agentur vor, und zeigte einige Cases in denen eine reine Content Strategie wunderbar funktioniert hat. Ein Beispiel war die Versicherung Allianz, für die C3 eine Kampagne ganz ohne den üblichen Versicherungs-Jargon entwarf. Hierfür war es wichtig zu recherchieren, was die Zielgruppe wirklich interessiert, und den Aspekt des direkten Verkaufen einmal außen vor zu lassen. So wurden die fünf relevantesten Fragen in den verschiedenen journalistischen Formaten beantwortet. Es gab hierzu Infografiken, Reportagen, und sogar Interviews.
Die größte Herausforderung hierbei, so erzählte Christian Breid, war es, das Produkt erst einmal völlig aus dem Fokus zu nehmen und konsequent die Position des Kunden einzunehmen. Aber es zeigte sich, dass diese Form von Marketing heutzutage gut funktioniert!

Christian Breid, Geschäftsführer bei C3

Christian Breid, Geschäftsführer bei C3

Panel - Content Marketing Beats 2016

Panel – Content Marketing Beats 2016

Abgerundet wurde die Veranstaltung dann mit einem Get-Together in netter Atmosphäre!

Wir nehmen mit:

Einen Koffer voller neuer Erkenntnis auf wie viele verschiedene Weisen eine Content Marketing Strategie angegangen und umgesetzt werden kann. Hierbei sind die Kunden genau so unterschiedlich, wie die Ideen hinter einer Strategie. Ähnlich wie bei OTTO, arbeiten wir im Kinder- und Familienmarketing mit einer sehr spitzen Zielgruppe. Entsprechend muss eine Strategie individuell auf den zu vermittelnden Inhalt und die zu adressierende Zielgruppe zugeschnitten sein. Und genau solche Geschichte, auf deren Suche die Zielgruppe ist, gilt es heraus zu kristallisieren – denn jedes Produkt hat eine Geschichte zu erzählen!

 

Danke BurdaForward und CMCX für dieses tolle Event und bis zum nächsten Jahr!