Verfasst von am 11. Juni 2015

Apps im Familienalltag –
was gibt es Neues?

In den vergangenen zwei Jahren hat die Anzahl an Haushalten mit eigenen Tablets und Smartphones für Kinder extrem zugenommen. Für Marken eine große Chance, für viele Eltern eine täglich wachsende Herausforderung. Das hat auch Google erkannt und bringt ab heute etwas Licht in den App-Dschungel. In der neuen Kategorie „Familie“ finden Eltern ab sofort Spiele für drei Altersklassen, sortiert in sechs Spieltypen.

Anlass für uns Familienhaushalte näher unter die Lupe zu nehmen, Chancen für Marken aufzuzeigen und Eltern Tipps für die Auswahl altersgerechter Apps zu geben.

 

Apps kommen im Familienalltag an*

  • 80 Prozent der 10 bis 13-Jährigen nutzen ein eigenes Smartphone.
  • Zwei Drittel der Eltern benutzen ihr Smartphone inzwischen eher über Apps als zum Telefonieren.
  • 38 Prozent der Eltern finden Werbung in Kinderapps okay, aber nur 10 Prozent akzeptieren Werbung, die die Kinder aus der App hinausführt.

 

Chancen für Familien

Apps sind in den Familien heute voll akzeptiert. Eine Marke, die eine eigene Corporate App hat, ist für die Kundenanforderungen in 2015 gut aufgestellt. „Mit Apps, die eher Kinder ansprechen und nicht nur direkte Serviceleistungen anbieten, sondern auch jede Menge Spaß, können Marken ihr Image stärken. Der Vorteil der mobilen Nutzung liegt auf der Hand: Kinder und Familien schauen mal schnell vorbei und kommen so immer wieder in Kontakt mit der Marke. Im Gegensatz zum Computer muss die App nicht hochgefahren werden und kann „on the go“ genutzt werden. Die Lufthansa-App „Abflug! Die lustige Wimmelreise für kleine Passagiere.“ die KB&B strategisch und operativ betreut, hat für diese Art der Kommunikation sogar den Sächsischen Staatspreis für Design und den internen Lufthansa-Innovationspreis gewonnen. Ein schönes Beispiel, wie Unternehmen mit einer eigenen Corporate App Gamification zur Kommunikation echter Informationen in einem sympathischen Umfeld nutzen können.

„Abflug! Die lustige Wimmelreise für kleine Passagiere.“

Lufthansas „Abflug! Die lustige Wimmelreise für kleine Passagiere.“ auf dem Tablet

 

Doch woran können Eltern
ein wirklich gutes Spiel für ihr Kind erkennen? 

  1. Wichtig sind eine kindgerechte Gestaltung und altersgerechte Bedienung. Dazu gehört auch eine Hilfe-Option.
  2. Auch, wenn 38 Prozent der Eltern Werbung in Kinder-Apps in Ordnung finden, ist ungeeignete Werbung ein No-Go
  3. In-App-Käufe sind bei Kinder-Apps nicht akzeptabel. Bei der Installation einer App wird angezeigt, ob diese In-App-Käufe enthält. Bei Unsicherheit, sollten die In-App-Käufe generell deaktiviert werden.
  4. Kinder sollten nichts auf irgendwelche Social Media Kanäle posten können, sich per Mail verbinden müssen oder gar Zugriff auf einen Shop bekommen. Auch hier ist im Vorfeld zu erkennen, dass die App gegebenenfalls auf E-Mail-Konten oder Facebookaccounts zugreifen möchte. Es ist also darauf zu achten, dass die App keinen Zugriff auf die Identität benötigt.
  5. Privatsphäre schützen. Eltern sollten darauf achten, dass das Spiel nur die nötigsten Berechtigungen bei der Installation verlangt

Am besten ist es, wenn Eltern im Vorfeld das Spiel auf Herz und Nieren testen, bevor sie das Smartphone oder Tablet an ihr Kind weitergeben. Insbesondere zu Beginn ist ein Blick über die Schulter empfehlenswert, um sicherzugehen, dass der Nachwuchs altersgerecht an die App herangeführt wird.

 

Altersgerechte Apps, die wir im Auftrag
unserer Kunden entwickelt haben

Die Lufthansa verzichtet in ihrer App „Abflug! Die lustige Wimmelreise für kleine Passagiere.“ auf jegliche Werbung. Zu finden ist sie im Playstore oder im iTunes Store.
Sonys App „Gute Nacht Sterne“ ist die perfekte App, um sich auf das Einschlafen vorzubereiten und nicht nur etwas für die ganz Kleinen. Auch diese App ist im Playstore oder im iTunes Store zu finden.

Lesen Sie mehr zu aktuellen Trends im Kinder- und Familienmarketing in unserer aktuellen Ausgabe der KIDS number ONE.

 

 

 

Quellenangaben:
http://www.mittelstandswiki.de/2015/06/apps-google-play-kategorie-familie/
http://www.klick-tipps.net/kinderapps/sicherheits-tipps/
http://www.chip.de/news/In-App-Kaeufe-deaktivieren-Sperre-fuer-iOS-Android_51452532.html
*FACT (Family Access Tool), Erhebung im März 2015 unter 2.007 Eltern von Kindern bis 13 Jahren